Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs 2016-17

Es war spannend:

Am Dienstag, den 21. Februar 2017, fand der Stadtentscheid des 58. Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels für Köln im Literaturhaus Köln in der City statt.
Bei dieser Veranstaltung ging es darum, die besten Vorleser der sechsten Klassen aller 52 teilnehmenden Kölner Schulen zu ermitteln. Nach Endlosveranstaltungen mit nur einem Sieger in den Anfangsjahren der Stadtentscheide hatte es sich bewährt, das Kölner Stadtgebiet in „drei Scheiben“ aufzuteilen, so dass die teilnehmenden Schulen drei Bereichen (Nord, Mitte und Süd) zugeordnet worden waren, aus denen dann insgesamt drei Sieger gewählt werden können, die dann in der nächsten Runde am Regionalentscheid teilnehmen können.

Bereits im Herbst 2016 wurde zunächst innerhalb der sechsten Klassen jeweils ein Klassensieger ermittelt, die dann im Winter 2016 nochmals gegeneinander antraten, um einen Schulsieger zu ermitteln. Unser Gymnasium Köln-Pesch wurde daher im Frühjahr 2017 durch Lena Weinert aus der Klasse 6D vertreten, die durch Frau Maerz vom Lehrerkollegium vor Ort begleitet wurde.
Die Aufregung merkte man Lena schon ein bisschen an, denn schließlich traten hier die „Besten der Besten“ aus Köln an. Als Kölner „Nordlicht“ las Lena in der ersten Veranstaltung – neben  zwei Jungs und weiteren zehn Mädels –  vor eingeladenem Publikum vor, welches größtenteils aus Eltern, Geschwistern und einer dreiköpfigen Jury bestand. Ines Dettmann, die Leiterin des Jungen Literaturhauses, wurde in dieser Jury von einem Autor und einem Schauspieler unterstützt, also alles Menschen, die sich mit Lesen und Vortragen sehr gut auskennen. Es sollte die Lesetechnik (sicheres und flüssiges Lesen, Aussprache, Lesetempo, Betonung), die Interpretation des Textes (inhaltliches und atmosphärisches Erfassen des Textes, Gestaltung des Textes, Ausdruckskraft und Dynamik) und auch die Textauswahl selbst bewertet werden. Jedes der Kinder hatte dazu eine geeignete Textstelle aus einem Buch seiner Wahl vorbereitet, deren Vortrag jedoch nicht länger als drei Minuten sein durfte. Wenn man doch über die vorgegebene Zeit hinausschoss, wurde man sanft von der Jury darauf hingewiesen…

Da die Vorleser alphabetisch aufgerufen worden sind, musste Lena relativ lange warten und sich auf fremde Texte einlassen, bevor sie schließlich selbst in der ersten Runde aus ihrem Buch  („Eragon – Der Auftrag des Ältesten“ von Christopher Paolini) vorlesen konnte. Sie las sehr ausdrucksstark, sicher und ohne größere Patzer  (kleine Versprecher werden sowieso nicht als „Fehler“ bewertet).
In der zweiten Runde musste jedes Kind aus einem unbekannten Buch vorlesen: eineinhalb Seiten ohne Vorbereitung. Hierfür hatte Ines Dettmann ein aktuelles Buch mitgebracht, das ihr besonders gut gefiel. Und so hörten alle Anwesenden nacheinander 13 Passagen aus Anna Woltz’ „Gips oder Wie ich an einem einzigen Tag die Welt reparierte“ aus dem Munde von dreizehn jungen, eifrigen Vorlesern. Nachdem auch diese Runde abgeschlossen war, zog sich die Jury zur Beratung zurück.
Schließlich schritt die Jury zur Siegerehrung. Lena wurde erst als Vorletzte aufgerufen und somit stieg die Spannung fast bis ins Unermessliche. Auch wenn durch den Wettbewerbscharakter besondere Vorleseleistungen ausgezeichnet werden, steht das Mitmachen im Mittelpunkt, nicht das Gewinnen. Bei der starken Konkurrenz war es keine leichte Wahl für die Jury gewesen, aber dennoch stand schließlich doch ein anderes Mädchen auf dem Siegerpodest. Trotzdem erhielt Lena mit den anderen unterlegenen Schulsiegern neben einer weiteren Urkunde noch ein Buchgeschenk („Knietzsche und das Hosentaschenorakel“ von Anja von Kampen) und fuhr an diesen besonderen Tag mit einer Menge interessanter Eindrücke und persönlicher Erinnerungen entspannt nach Hause…

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